
Wir suchen ein*e neue Kolleg*in, die eine Ausbildung gemacht hat zum/zur
Notfallsanitäter:in, Rettungssanitäter:in oder ähnliche Qualifikation
für das Drogenkonsummobil, ab dem 01.09.2026, für 29,55 Stunden/Woche (75% RAZ)
Das Mobile Drogenkonsumraum-Team Berlin fährt mit Drogenkonsummobilen derzeit vier Standorte in Charlottenburg (Stuttgarter Platz), Mitte (Leopoldplatz), Kreuzberg (Görlitzer Park) und Neukölln (Anita Berber Park) an. Zur Zielgruppe gehören Menschen mit riskantem Drogenkonsum, insbesondere Opioid- und Kokain-Konsument*innen, die im öffentlichen Raum leben und konsumieren. Viele von ihnen sind von Wohnungslosigkeit, einem unsicheren oder ungeklärten Aufenthaltsstatus betroffen, sind in einem schlechten gesundheitlichen Zustand und haben oft keine (ausreichende) Krankenversicherung oder Zugang zu Sozialleistungen.
Aufgaben
- Kontaktaufnahme zur Zielgruppe und Aufbau von tragfähigen Arbeitsbeziehungen
- Zulassung zum Drogenkonsum im Mobil gemäß der Berliner Rechtsverordnung „Drogenkonsumräume“
- Ergreifen von Sofortmaßnahmen im Drogennotfall im Drogenkonsummobil und unmittelbarer Umgebung
- Informationsvermittlung und Beratung zu gesundheitlichen Risiken des Drogenkonsums und zu Safer Use (Hygiene, Haut- und Venenpflege Infektionsprophylaxe, Drogennotfallvermeidung bzw. Erste Hilfe)
- Kooperation mit bzw. Vermittlung zur Sozialen Arbeit des begleitenden Kontakt- und Beratungsmobils, unterstützende Mitarbeit im Kontakt- und Beratungsmobil
- Aufklärung von Opioidkonsument:innen zur Naloxon-Anwendung, ggf. auch Erste-Hilfe-Trainings mit Drogengebrauchenden in Kooperation mit Naloxon-verschreibenden Ärzt:innen
- EDV-gestützte Personen- und Leistungsdokumentation
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Notfallsanität-, Rettungssanität- oder vergleichbarer Qualifikation
- Deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift (mindestens B1)
- Führerschein B (Klasse 3) und die Fähigkeit, einen Mercedes Sprinter zu fahren
- Bereitschaft zur niedrigschwelligen, akzeptierenden und diskriminierungssensiblen Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen und im öffentlichen Raum
- Persönliche Eignung, insbesondere Fähigkeit zur Deeskalation und zum planvollen Handeln in kritischen Situationen, psychische Belastbarkeit
- zeitliche Verfügbarkeit schwerpunktmäßig zwischen 9.00 und 19.00 Uhr (Einsatzplanung erfolgt im Vormonat), gelegentlich am Samstag (durchschnittlich ein Mal im Monat)
- Fähigkeit zur Selbstorganisation und verantwortlichem, arbeitsteiligen Handeln im Team
- Keine eigene Opioid- oder Kokainabhängigkeit aktuell oder in der Vergangenheit (Arbeitgeber-Fürsorgepflicht) vorteilhaft (nicht Bedingung)
- Berufserfahrung im Rettungswesen bzw. in der Notfallversorgung
- Mehrsprachigkeit (vorzugsweise Russisch, Polnisch, Georgisch, Arabisch sowie Englisch)
Wir bieten
- ungewöhnliche, interessante und vielseitige, sinnerfüllende Tätigkeit mit Möglichkeit zur persönlichen und fachlichen Entwicklung und in der Gestaltung lebensweltnaher Gesundheitsarbeit mit Menschen, die Drogen riskant konsumieren
- interdisziplinär arbeitendes Team (Soziale Arbeit, Medizin, Rettung, Pflege, Kultur- und Sprachmittlung)
- erfahrene Kolleg:innen, Team-Supervision, arbeitsplatzspezifische Schulungen und Fortbildungen
- qualifikations- und anforderungsentsprechendes Gehalt
- Aufstockung auf Vollzeit (100% RAZ) oder Absenkung (mindestens 50% RAZ) in Absprache möglich
- 30 Tage Urlaub im Jahr, 24.12. und 31.12. frei
- zunächst befristet auf zwei Jahre
Vollständige Bewerbung (möglichst 1 PDF-Datei) bitte unter Angabe des Gehaltswunschs bis 01.08.2026 und nur per E-Mail an gf@fixpunkt.org.
Weitere Informationen zum Projekt und zu Fixpunkt e. V. finden sich auf der Website www.fixpunkt.org
Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzhinweise unter https://www.fixpunkt.org/wp-content/uploads/Fixpunkt-e.-V.-Datenschutzhinweise-f%C3%BCr-Bewerber_innen.pdf
Fixpunkt e.V.
Ohlauer Straße 22
10999 Berlin
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